Ganzheitliches Wohnquartier

auf dem Rittergut Gadenstedt

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Projektträger

Rittergut Gadenstedt GmbH & Co KG

Projektbeschreibung

Generationenübergreifendes und inklusives Wohnen auf ehemaligem Rittergut in Gadenstedt

In Gadenstedt (ca. 2.400 EW), einem Ortsteil der Gemeinde Ilsede (LK Peine), will die Rittergut Gadenstedt GmbH & Co KG als Eigentümerin das denkmalgeschützte und seit Jahren leerstehende Rittergut nach und nach zu einem Wohnquartier gestalten, das die Bereiche Wohnen – Soziales – Pflege miteinander verknüpft. Zielgruppen sind insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderungen aus Gadenstedt und der Region. Das Projekt ist in die laufende Dorfentwicklungsplanung der Gemeinde einbezogen und wird in enger Abstimmung mit ihr realisiert.

Im ersten Schritt ist geplant, das denkmalgeschützte Herrenhaus zu 17 barrierefreien und rollstuhlgerechten 1-2-Zimmerwohnungen, ggf., je nach Bedarf, auch zu Wohngemeinschaften, umzubauen. Parallel sollen im ehemaligen Kuhstall ein Bürger- und Medienzentrum und im Pferdestall ein Pflegebüro entstehen, außerdem das Quartiersmanagement mit dem Aufbau eines Unterstützungsnetzes beginnen. Bereits umgebaut wurde das ehemalige Verwalterhaus.

Ziel ist es, eine bedarfsgerechte (Pflege-)Versorgung aller Bewohnerinnen und Bewohner – auch ohne obligatorische Service-Pauschale – jederzeit zu gewährleisten. Dabei sollen sich die Mieten am ortsüblichen Niveau orientieren und ein Blockheizkraftwerk die Nebenkosten möglichst niedrig halten.

Im zweiten Schritt sollen in zwei ehemaligen Stallgebäuden ein „Gesundheitshaus“ mit Tagespflege, Pflegedienst und Physiopraxis sowie weitere – und zwar sozial geförderte – altengerechte Wohnungen /WGs mit Versorgungssicherheit entstehen. Gleichzeitig soll der Landschaftspark als Sinnes- und Schulgarten gestaltet werden. Als letzter Bauabschnitt ist der Neubau barrierefreier Einfamilienhäuser mit kleinen Grundstücken geplant.

Das Quartiersmanagement soll auch nach der Aufbauphase fortgeführt werden, im Idealfall ehrenamtlich. Fördergegenstand sind der Umbau des Herrenhauses und der Aufbau des Unterstützungsnetzes während des ersten Jahres.

Mittlerweile (Februar 2026) sind im Küchenhaus insgesamt 6 Wohnungen entstanden, die alle bereits bezogen sind. Das Gebäude wurde sorgfältig renoviert und revitalisiert, sodass die Wohnungen modernen Wohnstandards entsprechen, gleichzeitig aber die historischen Details, wie alte Balken, sichtbar bleiben. Auch das Pförtnerhaus ist renoviert und wird als Wohnhaus genutzt.

Noch nicht fertiggestellt ist der Umbau des Herrenhauses:
Hier sind nun 11 barrierefreie bzw. rollstuhlgerechte 1-2-Zimmer-Wohnungen geplant. Die Wohnungen sollen sich durch helle, großzügig geschnittene Räume mit hohem Wohnkomfort auszeichnen und gleichzeitig den historischen Charakter des Herrenhauses bewahren. Originale Details wie Holzbalken und alte Dielenböden sollen restauriert und in das moderne Wohnkonzept integriert werden. Jede Wohnung wird so gestaltet sein, dass sie Barrierefreiheit, Funktionalität und ein wohnliches Ambiente optimal vereint. Noch 2026 sollen sie bezugsfertig sein.

Die ursprüngliche Planung für das (Gas-)Blockheizkraftwerk wurde angepasst, um die Energieversorgung ökologischer zu gestalten. Das System wird nun dezentral mit Luftwärmepumpen betrieben und ggfs. durch eine Photovoltaik-Anlage unterstützt. So wird ein energieeffizientes und nachhaltiges Versorgungskonzept umgesetzt.

Die Planungen für das Bürger- und Medienzentrum werden derzeit noch mit der Gemeinde, Baubehörde und dem Denkmalamt final abgestimmt. Ebenso laufen für den Pflegestützpunkt Gespräche mit potenziellen Betreibern. Hier ist die zeitnahe Umsetzung absehbar.

Parallel zu den Gesprächen mit Gemeinde und Behörden wird weiter am Auf- und Ausbau des Netzwerkes gearbeitet.

 

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