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Grüneinander GmbH
Gemeinschaftliches, generationenübergreifendes Wohnprojekt schafft bezahlbaren Wohnraum in ehemaligem Kinderheim auf dem Land.
Die Projektinitiative „Grüneinander“ ist dabei, im 1000-EW-Dorf Betheln, einem Ortsteil von Gronau (SG Leinebergland, LK Hildesheim), ein ehemals als Gaststätte bzw. Kinderheim genutztes, denkmalgeschütztes Gebäude zu einem sozial-ökologisch ausgerichteten Mietwohnprojekt umzubauen. Das Anwesen besteht aus einem Haupthaus mit einer Wohnfläche von insg. 530 m², einem Anbau mit großem Saal (der ehemaligen Turnhalle) sowie weiteren Nebengebäuden und bietet Platz für bis zu 15 Personen.
Insbesondere für die älteren Mieter*innen entstehen im Erdgeschoss des Haupthauses vier barrierefreie Appartements (35-50 m²), von denen drei über ein rollstuhlgerechtes und das vierte über ein barrierearmes Bad verfügen werden. Die baurechtliche Konzeption als eine große Wohnung für sog. Cluster-Wohnen ermöglicht es, den Grundriss der jeweiligen Lebenssituation variabel anzupassen
Auch die Gemeinschaftsflächen im Anbau, darunter der 130 m² große Saal mit Gemeinschaftsküche und (öffentlichem) WC, sowie sämtliche Außenanlagen und Zugänge werden barrierefrei geplant. So soll der Garten mit rollstuhlgerechten Wegen Hochbeeten und Sitzecken gestaltet werden.
Wesentliche Ziele des Projekts sind das solidarische, lebendige Miteinander von Jung und Alt sowie das Schaffen von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum – gerade auch für Menschen mit geringem Einkommen. Daher wird das Projekt selbstverwaltet in der Rechtsstruktur des Mietshäuser Syndikats (MHS) realisiert, d.h., die Miete ist nicht renditeorientiert, sondern dient allein der Abbezahlung der Bankkredite und der Instandhaltung; das nötige Eigenkapital wird durch Direktkredite akquiriert und die Immobilie dem spekulativen Wohnungsmarkt dauerhaft entzogen.
Alle Mieter*innen sind Mitglied im Hausverein GemSe e.V. und für die Verwaltung und Organisation des Projektes selbst verantwortlich, d.h., alle sind gefordert, sich engagiert einzubringen. Gleichzeitig sind viele Sharing-Angebote (z.B. gemeinsames E-Auto, gemeinsames Einkaufen, etc.) angedacht und wurden von Anfang an der Kontakt und Anknüpfungspunkte zur Dorfgemeinschaft gesucht.
Im März 2025 konnten die Bautätigkeiten starten. Fördergegenstand ist der barrierefreie Umbau der EG-Wohnungen und der Gemeinschaftsflächen.