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natürlich tu huus e.V.
Alte Hofstelle wird Zentrum sozialen Miteinanders in Bramsche
Im ländlichen „Quartier“ Lingen-Bramsche (ca. 2.900 EW) soll mit dem Woltershof als räumliches Zentrum ein Netzwerk für Seniorinnen und Senioren entstehen, das mit Angeboten für Freizeitaktivitäten und Alltagshilfen die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen fördert und ihrer Vereinsamung entgegenwirkt.
Auf der alten Hofstelle ist eine der zwei Säulen des Gesamtkonzepts eine Senioren-Wohn- bzw. Hofgemeinschaft mit zehn Wohnungen, einem Gemeinschaftsbereich mit Kamin, Wohnküche und Spielecke sowie einem Garten und einer Obstwiese.
Fördergegenstand ist die zweite Säule: der Aufbau eines nachhaltigen Nachbarschaftsnetzwerks unter dem Motto „Miteinander auf dem Woltershof“. Hier soll der Verein natürlich tu huus zur bündelnden Kraft werden, die das ehrenamtliche Engagement aktiviert und dabei an den vorhandenen Strukturen und Akteuren (z.B. Kirchengemeinde, Sportverein) anknüpft. Ziel ist es u.a., ältere Menschen einzubeziehen, die allein auf ihren Höfen leben und dort zu vereinsamen drohen. Dabei setzt das Konzept auf Synergieeffekte zwischen Senioren-Hofgemeinschaft und Nachbarschaftsnetzwerk.
Anhand einer wissenschaftlich fundierten Befragung der Zielgruppen 50+, 65+ und 80+ soll ein bedarfsgerechtes Angebot entwickelt und umgesetzt werden.
Nach zwei Jahren befindet sich das Netzwerk noch im Aufbau, doch haben sich einige Veranstaltungen bereits verstetigt. So findet einmal monatlich ein Seniorencafé mit selbstgebackenem Kuchen statt, zu dem regelmäßig etwa 30 Menschen aus der Umgebung auf dem Woltershof zusammenkommen. Auch ein Strick- und Spielenachmittag sowie einmalige Veranstaltungen wie ein Nistkastenbau-Workshop oder Frühstück und Mittagstisch haben sich etabliert. Für nicht mehr selbstständig mobile Besucher*innen wird i.d.R. ein ehrenamtlicher Fahrdienst organisiert. In 2025 sollen neue Angebote wie ein Hof-Quiz und ein Seifen-Workshop ausprobiert werden. Darüber hinaus stehen die Koordinatorinnen in gutem Austausch mit Kirchengemeinde und freiwilliger Feuerwehr.
Der Wunsch und Bedarf nach Treffpunkten und Gesellschaft ist jedenfalls groß. Mit seinen Aktivitäten versucht der Verein hier eine Lücke zu schließen.