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Alte Zuckerfabrik Gemeinschaftsraum
Alte Zuckerfabrik Sitzecke
Alte Zuckerfabrik Plan

Pflegewohngemeinschaft

Alte Zuckerfabrik in Gronau

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Projektträger

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Südniedersachsen

Projektbeschreibung

Trägergestützte Demenz-Wohngemeinschaft, integriert in barrierefreier Senioren-Wohnanlage

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) hat von 2021 bis 2025 in einer neu gebauten Seniorenwohnanlage in Gronau, einer Kleinstadt mit ca. 11.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im ländlich geprägten Leinetal, eine trägergestützte ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaft betrieben.

Die Pflege-WG verfügte über 10 Plätze und lag zentral zur Innenstadt. Die komplett barrierefreien Räumlichkeiten wurden der JUH zur Eröffnung 2021 für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren zur Verfügung gestellt. Als Generalmieterin schloss die JUH mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Einzelmietverträge ab und erbrachte die Pflege-, Betreuungs- und hauswirtschaftlichen Leistungen, einschl. 24h-Betreuung durch den ambulanten Pflegedienst der Johanniter. Dabei orientierten sich die Mieten an den Sozialhilfe-Sätzen, so dass auch finanziell schwach gestellte Menschen berücksichtigt werden konnten.

In der Wohngemeinschaft galt das Prinzip der Selbstbestimmtheit: Die Bewohnerinnen und Bewohner entschieden selbst darüber, wie sie – unterstützt vom Pflegeteam – zusammenleben und ihren Tag gestalten möchten. Dabei wurden alle in Alltagsaufgaben wie Kochen oder Einkaufen miteinbezogen, um ihre Fähigkeiten zu erhalten bzw. zu fördern. Ein großzügiger Gemeinschaftsbereich mit Küche, Ess- und Wohnzimmer, ein großer (Nutz-)Garten und eine Terrasse boten Raum für vielfältige Betätigung. Die zentrale Lage des Wohnparks und das im Haus befindliche Café begünstigten die Einbindung ins Quartier.

Das Konzept, eine ambulant betreute Pflege-WG in eine „Service“-Seniorenwohnanlage zu integrieren, sollte den Seniorinnen und Senioren im Falle einer demenziellen Erkrankung ermöglichen, ggf. in die betreute Wohn-Pflege-Gruppe zu wechseln, ohne ihr gewohntes Umfeld zu verlieren.
Gefördert wurden die Ausstattung der Gemeinschaftsräume und des Außenbereichs sowie die Sach- und Personalausgaben für den Aufbau der Pflegewohngemeinschaft.

Bereits vier Jahre nach Eröffnung der WG sah sich die JUH 2025 gezwungen, die Demenz-WG aufzugeben, da sich die Belegungssituation zunehmend schwieriger gestaltete: Der Anteil der demenziell erkrankten Bewohner:innen nahm ab und damit in der Folge auch die Bereitschaft, die Kosten für diese besondere Art der Pflegeversorgung zu tragen, zumal die finanzielle Belastung – ohne Deckelung des Eigenanteils – gegenüber der stationären Versorgung mit zunehmender Aufenthaltsdauer wesentlich höher ausfällt.

Die Räumlichkeiten werden nun für eine Jugendwohngemeinschaft genutzt.

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